Worlds of Ultima - The Savage Empire



The Savage Empire war der erste Teil der leider kurzlebigen Worlds of Ultima Serie, die von Origin 1990 produziert wurde. Unter Verwendung derselben Engine wie in Ultima 6 mit einem leichten Grafik-Update, holt die Worlds of Ultima Serie den Avatar als Pulp-haften Actionhelden zurück auf den Bildschirm und schickt diesen auf verschiedene Abenteuer, welche stark von den Werken Jule Vernes, H.G. Wells und anderen Science-Fiction Autoren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts inspiriert sind.

The Savage Empire verfrachtet den Avatar in das Tal von Eodon, dass an den Klassiker "Die vergessene Welt" erinnert. Auf den Spuren eines früheren Helden folgt der Avatar seiner Aufgabe, alle über das Tal verstreuten Stämme (diese stammen jeweils von verschiedenen Ureinwohnern der Erde ab) zu überzeugen, sich zu vereinen um gegen die gemeinsame Bedrohung vorzugehen: den Myrmidex, ein Rasse mannshoher und bösartiger Ameisen. Seite an Seite mit dem Schamanen-Lehrling Triolo, einigen Mitstreitern von der Erde und anderen Verbündeten reist der Avatar durch Eodon, kämpft gegen bestialische Dinosaurier und andere Arten der prähistorischen Megafauna, rettet eine Prinzessin oder auch zwei, stürzt einen despotischen und verrückten Wissenschaftler und kämpft im allgemeinen für die gute Sache - während er im Übrigen auch noch versucht herauszufinden wie er eigentlich in seine Welt zurückkehren kann.

Die Steuerung ist größtenteils Maus-basiert mit zusätzlichen Tastatur-Shortcuts und Hotkeys. Man wählt ein Aktions-Icon vom unteren Bildschirmrand aus und klickt auf das gewünschte Ziel auf der Karte oder im Inventar. Um die Gruppe zu bewegen, fährt man mit der Maus an die jeweiligen Bildschirmränder bis der Zeiger sich in einen Pfeil verändert und dann kann man sich durch Drücken der linken Maustaste in diese Richtung fortbewegen. Alternativ kann man auch die Pfeiltasten oder das NumPad benutzen. Kämpfe laufen rundenbasiert ab und für Eure Feinde sowie für Eure Mitstreiter wird dazu eine einfache KI genutzt. Diese KI kann so angepasst werden dass immer eine bestimmte Routine abläuft (Nur im Nahkampf angreifen, benutze nur Fernkampwaffen, mutig den Rückzug antreten) oder man kann diese auch komplett manuell steuern. Gespräche mit NPCs (ausgelöst durch den Talk-Befehl) laufen über Schlüsselwörter, die man manuell eingibt und standardmäßig sind diese Schlüsselwörter, auf die ein NPC antwortet rot markiert.

In klassischer Rollenspielmanier erhaltet Ihr für das Besiegen von Monstern und menschlichen Gegner Erfahrungspunkte und wie es bei der Ultima-Serie Tradition ist, müssen Eure Charaktere regelmäßig Essen und sich ausruhen um groß, stark und gesund zu bleiben. Statt die Anfangswerte eines Helden auszuwürfeln oder zuzuweisen, müsst Ihr hier in Form eines Interviews eine Reihe von Fragen beantworten (wahrscheinlich in Bezug auf das zentrale Thema der meisten Ultima Spiele, die Tugenden). Durch Eure Antworten formt sich dann das physische und psychische Erscheinungsbild Eures Charakters. Allerdings haben die Werte Eures Helden sehr wenig Einfluss auf das eigentliche Spiel. Sogar mit dem dümmsten und schwächsten Charakter kann man das Spiel ohne größere Probleme durchspielen.

Weiterhin ignoriert The Savage Empire den zentralen Codex der Tugenden, der eine essentielle Rolle der Spielerfahrung bei den anderen Ultimas einnimmt. Befreit von den Lasten, die dieser Codex dem Verhalten des Avatars auferlegt, könnt Ihr so ziemlich alles tun worauf Ihr gerade Lust habt ohne schwerwiegende Konsequenzen fürchten zu müssen. Und aufgrund der Tatsache, dass es keine Händler gibt, die Ihr aufsuchen könnt, seid Ihr mehr oder weniger dazu gezwungen Euch alles einfach zu nehmen was Ihr braucht. Sollte man an der gewohnten edlen Verhaltensweise des Avatars festhalten, wird dies letztendlich nur dazu führen, dass Ihr schlecht ausgerüstet dem Hungertod ins Auge schaut. Ich persönlich finde, dass dies ein bisschen was von der "Ultimahaftigkeit" der Spielerfahrung wegnimmt (was vielleicht auch der Grund dafür ist, dass diese Ableger der Hauptserie nicht so erfolgreich waren). Man könnte natürlich auch argumentieren, dass das Tal an sich ein Überbleibsel einer weit primitiveren Zeitepoche ist und es daher kein Platz für Tugenden oder andere Nettigkeiten einer "zivilisierten" Gesellschaft gibt.

Außer den ein, zwei modernen Gerätschaften, die mit Euch nach Eodon transportiert wurden sind die verfügbaren Waffen und Rüstungen, die Ihr findet ziemlich rückständig - meistens sind es Steinzeitvarianten klassischer Nahkampfwaffen (Steinklingen und hölzerne Knüppel, Rüstungen und Schilde aus Leder). Obwohl einer Eurer Mitreisenden in der Lage ist mit Hilfe von richtigen Werkzeugen und gutem Material durchaus fortschrittlichere Waffen herzustellen. Die Magie von Eodon hat einen eher primitiven, schamanischen Charakter - Zaubersprüche werden gesprochen, indem man einen von drei Totemsgeistern eine Gabe offeriert (für insgesamt bis zu 9 verschiedene Sprüche) und es können auch nur ausgebildete Schamanen zaubern. Die Spielwelt selbst ist sehr interaktiv und die Natur hält Euch ein ganzes Füllhorn an praktischen Materialen bereit. Ihr könnte Bäume fällen, nach Ton graben, fischen, Holzkohle herstellen, Textilien weben, Pflanzen ernten, Mineralien sammeln und vieles mehr. Und der unternehmerische Avatar kann dies alles dazu benutzen um eine Vielzahl an nützlichen Gegenständern herzustellen.

Die Grafik ist typisch für ein RPG dieser Zeit (das heißt, Kachel-basiert mit kleinen Sprites) und sie macht einen guten Job darin die Visionen der Entwickler adäquat umzusetzen. Da ein Großteil der Spielwelt wilder und weiter Dschungel ist, kann diese Szenerie auf Dauer etwas monoton werden - besonders weil man die meiste Zeit im Spiel diese Fläche zu Fuß durchqueren muss. Im Zusammenhang mit dem relativen kleinen Bildschirmausschnitt kann es leicht passieren, dass Ihr Euch verlaufen könnt wenn Ihr beispielsweise zu weit von einem markanten Punkt in der Landschaft entfernt sein und die Nacht hereinbricht und dann auch noch die Sichtweite um die Hälfte reduziert ist (ein Fehler den viele Spiele mit dieser Engine haben).

Der Soundtrack des Spiels ist ziemlich gut gelungen und der häufige Einsatz von Percussion- sowie Holzblasinstrumenten greift hervorragend das Thema der Spielwelt wieder auf. Soundeffekte hingegen werden nur sehr spärlich eingesetzt, hauptsächlich für Angriffe und Magieattacken. Schön wäre es noch gewesen, hätte man für die Hintergrundgeräusche des Dschungels oder für die Tierrufe etwas Eigenes hinzugefügt (anstatt das Blöken des PC Speakers) - besonders in den Arealen, wo die Musik komplett erstirbt. Aber an sich ist das kein wirklich großes Problem.

Lange Rede, kurzer Sinn, The Savage Empire ist ein solides Oldschool-RPG, welches in der Tradition von Ultima steht und es bietet auf jeden Fall eine nette Abwechselung vom typischen pseudo-mittelalterlichen Fantasy-Setting des Genres und driftet dabei aber nicht zu sehr von den klassischen Konventionen ab, die dieses Genre erst so beliebt gemacht haben. Man sollte es sich definitiv einmal anschauen und dem Spiel vielleicht sogar ein halbwegs permanenten Platz auf der eigenen Festplatte einräumen.

Das Spiel läuft entweder unter DOS oder DOSBox und auf neueren Systemen muss die Spielgeschwindigkeit wahrscheinlich heruntergedreht werden. Ihr benötigt das Handbuch (Teil der Game Extras) um die Fragen des Kopierschutzes zu beantworten, nachdem Ihr Euren Charakter erschaffen habt.

 
 

Teil der Ultima Serie


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