Aces of the Pacific



 

7. Dezember 1941. Dieses Datum wird immer mit der Schande verbunden sein. Und es ist das Datum an dem Aces of the Pacific beginnt.

Wir Ihr wahrscheinlich richtig vermutet habt, ist Aces of the Pacific (AotP) eine Zweite Weltkrieg-Flugsimulation des und versetzt Euch in den Pazifischen Raum zu jener Zeit. Als zweiter Teil der Aces-Serie gibt es einige Gemeinsamkeiten mit Red Baron und Aces over Europe aber das Spiel wartet mit einigen speziellen Features auf, die es sehr spielenswert machen auch wenn man die vorgenannten Spiele von A-Z kennt.

Was einem sofort auffällt, wenn man das erste Mal das Spiel startet ist das umfangreiche Menü für den Schwierigkeitsgrad. Neben den üblichen Einstellungen wie dem Level der KI, kann man auch auch das eigentliche Flug-Modell einstellen und so entweder ein Action-Spiel spielen oder eine realistische Simulation. Stellt man den höchsten Schwierigkeitsgrad Expert ein, haben manche Flugzeuge sogar einige ihrer echten Macken. So hat die P-38 mit der Kompressibilität zu kämpfen und hat auch das Problem, das ihr Querruder bei hoher Geschwindigkeit im Tiefflug blockieren kann. Weitere Dinge die man einstellen kann, sind z.B. Unverwundbarkeit, Kollisionen in der Luft, begrenzte Munition bis hin zur Überhitzung des Motors. Hat man alle diese Dinge auf die eigenen Vorlieben eingestellt ist es an der Zeit abzuheben. Das Spiel bietet Euch zwei Modi an: Einzelmissionen und den Karriere-Modus. Einzelmissionen reichen von Trainings-, Eskortierungs- und Abfangeinsätzen bis hin zu Bombardements und Dogfights, wo man sich in historischen Mission mit den Gegnern duellieren darf. Hat man eine Mission ausgewählt, kann man für fünf Verbände fliegen: Drei der USA (U.S. Navy, Marine Cors und die Army) und zwei der Japanischen Streitkräfte (Navy und Army). Jeder dieser Verbände hat eigene Flugzeuge bis auf das USMC (Marine Corps) die eine begrenzte Auswahl der Navy-Maschinen besitzt. Insgesamt verfügt man so über eine Auswahl an 28 Fliegern von den kleinen Jagdmaschinen bis zu den schweren Bombern. Wenn man sich für eine der Seiten entschieden hat, gelangt man zur Missionsauswahl. Dort bestimmt man welches Flugzeug man fliegen möchte, die Wetterbedingungen und wie stark der Gegner sein soll. Hat man das geschafft und bestätigt wartet ein neuer Bildschirm. Wird langsam nervig, nicht wahr? Hier werden noch einmal die Ziele der Mission zusammen gefasst, man sieht die Karte, die änderbare Nutzlast und die Formation in welcher man fliegt. So, das reicht, auf zur Action.

Für die damalige Zeit ist die Grafik sehr hübsch anzusehen und auch sehr detailliert - schaut Euch nur mal die Screenshots an. Aber irgendetwas ist hier merkwürdig. Beim genauen Hinsehen, merkt man, dass alles bis auf die Flugzeuge auf nur 1/4 der eigentlichen Größe reduziert ist. Ich vermutet mal, dass der Grund dafür war, die Ressourcen des Spiels möglichst klein zu halten, weil das Spiel als es 1992 heraus kam, schon sehr hardwarehungrig war. Aber es tut dem eigentlichen Spielvergnügen keinen Abbruch. Startet Eure Motoren und hebt ab. Um die Wegstrecken abzukürzen gibt es im Spiel eine Autopilotfunktion, die Euch sofort an den nächsten Wegpunkt oder zum nächsten Ereignis bringt. Während man in der Luft Gefechte austrägt, fällt sofort die sehr gute Soundqualität auf: MG-Schüsse, Kugeln die das eigene Flugzeug treffen, die Explosion wenn irgendwo wieder ein Tank hochgeht, die FLAK, Bomben, Raketen und Torpedos die einschlagen; fast alles ist sehr sehr gut umgesetzt. Man kann sogar unterschiedliche Waffen heraushören: von den leichten 7.62 mm Maschinengewehren mit ihrem Geknatter bis hin zu dem tiefen Wummern einer 30 mm Kanone, jede Waffe hat ihr eigenes Sounddesign. Jedes Flugzeug hat auch eine eigene Bewaffnung und so kann man mit ein bisschen Übung heraushören wer gerade wen beschießt. Viel Spaß beim Kampf und habt immer ein Auge auf Euer Heck.

Das Spiel ist eine Simulation, eingebettet in ein historisches Szenario, also sollten wir auch den historischen Aspekt unter die Lupe nehmen. So weit ich dies beurteilen kann, stellt es die meisten Bereiche historisch korrekt dar. Die Flugzeuge enstsprechen ihren realen Ebenbildern in Aussehen und Bewaffnung und möglicherweise auch in ihrer Steuerung. Darüber hinaus sind auch die Beschreibungen korrekt. Im Spiel wird deutlich dargestellt, dass die U.S. Streitkräfte und die Japaner unterschiedliche Herangehensweisen hatten, wenn es um den Luftkampf ging. So sind die amerikanischen Flugzeuge weniger gut steuerbar, dafür aber schneller unterwegs, besser gepanzert und gut bewaffnet. Die Konsequenz daraus ist, dass man auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad sein Flugzeug und das der Gegner ganz genau kennen muss, da die KI dieses Wissen ebenso anwendet. Eine japanische Zero mit einer P-38 auf normalem Weg anzugreifen kommt Selbstmord gleich. Man muss stattdessen in den Steigflug gehen, über die Zero kommen und kann auf seinen nun wehrlosen Gegner abtauchen. Und umgekehrt ist es auch keine gute Idee eine Corsair mit einer N1K1 George zu abzufangen. Die historischen Missionen sind ... historisch. Hier und da wurden ein paar Abstriche gemacht aber es scheint alles am richtigen Platz zu sein.

Die meiste Zeit verbringt man wohl im Karriere-Modus. Man entscheidet sich für eine Seite, benennt seinen Piloten und wählt das Startdatum sowie den Rang. Anschließend folgt eine Auswahl verschiedener Kampagnen. Jede Seite hat zwar ihre eigenen Kampagnen aber oft ist es derselbe Schauplatz nur von der anderen Seite aus gesehen. Es ist Vorsicht geboten für welche Kampagne man sich entscheidet, da man nach deren Abschluss, nicht mehr die vorherigen Kampagnen mit demselben Piloten spielen kann. Weiterhin sollte man auch die Auswahl des eigenen Verbandes mit Bedacht wählen - meistens fliegt man die komplette Kampagne mit ein und demselben Schwadron, also ist es wichtig sich vorher einen Verband auszusuchen, der Euer bevorzugtes Flugzeug besitzt. Verständlicherweise sind nicht immer alle Flugzeugtypen zu jeder Zeit verfügbar, sondern nur die, die jeweils zum Zeitpunkt in dem die Kampagne spielt schon entwickelt worden waren. So gibt es z. B. keine P-51er oder Ki-24er (japanische Seite) bei der Schlacht von Pearl Habour. Hat man eine Kampagne ausgewählt, folgt ein weiteres Menü. Dort kann man die einzelne Mission auswählen und findet Infos über das Pilotenprofil, die Flugzeuge, die Karten ... oder kann zurück in das Hauptmenü. Die meisten Einsätze sind zufallsgeneriert. Und das ist schon die erste Enttäuschung, da die meisten Kampagnen nur zwei oder drei verschiedene Missionstypen anbieten und selbst die unterscheiden sich nicht allzu sehr voneinander. Es kommt durchaus vor, dass man die ein oder andere identische Mission immer wieder fliegt. Aber wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kommt man auch in den Genuss einer historischen Mission während einer Kampagne. Eine weitere Enttäuschung sind die Flug-Asse, besonders wenn man schon einmal Red Baron gespielt hat. Von Zeit zu Zeit begegnet man Ihnen während eines Gefechts aber sie stechen eigentlich nicht besonders hervor. Im Vergleich zu anderen Piloten kämpfen sie nicht viel besser und das schlimmste ist, sie können nicht wirklich sterben. Zumindest nicht durch Eure Hand. Man kann ein Ass so abschießen, dass der Pilot keine Zeit mehr hat auszusteigen und trotzdem taucht er später wieder auf, manchmal direkt in der nächsten Mission.

Während die eigene Fliegerkarriere voranschreitet, wird man immer wieder mit Orden ausgezeichnet und auch befördert. Steigt man auf, ändert sich auch die eigene Position in der Formation. Zu Beginn ist man ganz hinten, kann sich aber bis zum Flugführer an der Spitze vorarbeiten. Das ist das einzige Vorteil von Beförderungen und die Orden sind nur reine Dekoration. Beendet werden kann die eigene Karriere auf zwei Arten. Entweder man überlebt den Krieg und sieht zu wie Japan kapituliert oder man wird getötet oder auch gefangen genommen. Zwar kann man ebenso verwundet werden aber das beendet nicht die Karriere sondern lediglich die aktuelle Kampagne.

Im Spielepaket ist auch das 1946er Expansion Set enthalten. Und hier trennt sich das Spiel endgültig von der wirklichen Zeitlinie und präsentiert eine alternative Realität, in der die vereinigten Staaten Japan nicht mit Atombomben in die Knie gezwungen haben, sondern sich dafür entscheiden die Operation "Coronet" durchzuführen und das Land mit Bodentruppen einzunehmen. Der Krieg dauert somit noch ein Jahr länger und verhilft vielen, nie während des zweiten Weltkriegs gebauten Flugzeugtypen zur Möglichkeit aktiv ins Kriegsgeschehen einzugreifen: So gibt es z.B. auf der U.S. Seite die P-80 Shooting Star oder die F7F Tigercat und bei den Japanern den Shinden Abfangjäger und die Kikka, den ersten Kampfjet, der inspiriert war durch die Me-262. Insgesamt gibt es sieben neue Flugzeugmodelle, die aufgeteilt sind auf drei Luftstreitkräfte (das USMC und die JAAF sind nicht mehr Teil dieses Add-ons). Das Expansion-Set beinhaltet auch ein paar Bugfixes und sollte allein deswegen schon installiert werden. Die Kampagnen sind jedoch voneinander getrennt und greifen nicht ineinander ein. Das ist auch gut so, da die neuen Flugzeuge weitaus besser sind, als die vom Basis-Spiel AotP.

Nun ja, ich sollte das alles einmal zusammen fassen. Aces of the Pacific ist ein tolles Spiel, dass Freunde des Genres nicht verpassen sollten. Mit dem Erweiterungsset wurden die meisten Fehler ausgemerzt und ich sehe keinen Grund dem Spiel eine Punktzahl schlechter als 5 geben.

Am besten spielbar mit >12.000 Cycles.

 


Reviewed by: Sarin Download Aces of the Pacific | Abandonia

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genre:
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