Fantasy Empire ist eine Mischung aus Rollenspiel, rundenbasierter Strategie und - in kleinem Umfang - taktischen Kämpfen, in denen ihr eure Krieger in Echtzeit direkt steuert, falls ihr das nicht simulieren lasst.
Die "Handlung" spielt im Fantasieland Mystara, wo der "Dungeon Master" euch herausgefordert hat. Die Kampagne besteht aus verschiedenen Karten, auf denen ihr grundsätzlich das Gleiche tut - kommandieren und erobern.
Der rundenbasierte Strategieteil ist gradlinig - ihr kontrolliert euer Fantasiereich, errichtet Gebäude in euren Provinzen, hebt neue Armeen aus, schickt Helden auf Suche, greift andere Königreiche an usw. Das kann am Anfang etwas verwirrend sein, wenn ihr die Anleitung nicht gelesen habt, da nicht angezeigt wird, für was die einzelnen Gebäude gut sind oder warum bestimmte Dinge passieren. Dass dies kein ernstes Problem ist, haben wir einer der feinsten Einrichtungen von Fantasy Empire zu verdanken - dem Tutorial.
Anstatt der traditionellen Textfelder erklärt euch ein alter Zauberer am oberen Rand des Bildschirms manchmal, was zu tun ist. Ich schrie meinen Monitor an, da ich nicht erkennen konnte, warum ich die Königreiche verlor, die ich erobert hatte, als der alte Bastard aus seiner Lethargie erwachte, was er tut, wenn ihr eine Weile nichts tut, und sagte: "Baut Wehrtürme, um Macht über eure Königreiche zu erhalten - ihr habt viele Krieger verloren, da ihr dies nicht getan habt"...
In der Tat sehr hilfreich...
Der Rollenspielteil ist nicht so stark gewichtet, wie man erwartet, nachdem man den Charakter wie in AdD erschaffen hat. Alle Truppen können Erfahrung sammeln, auch wenn sie nur Veteranen und dann Eliten werden. Helden können zusätzlich spezielle Gegenstände erhalten, was ihr nicht steuern könnt - ihr schickt sie einfach auf die Suche und sie kommen ein paar Züge später zurück oder sterben. Euer erschaffener Charakter steigert sein Level nach jeder abgeschlossenen Kampagnenkarte.
Im taktischen Teil kontrolliert ihr eine beliebige Einheit, nachdem ihr eure Armee aufgestellt habt. Ihr bewegt euch per Tastatur übers Schlachtfeld, bis die Einheit stirbt, dann folgt das Gleiche mit einer anderen. Das interessante sind die zu befehligenden Helden - ihr wechselt zwischen Helden und Einheiten mit F1 oder F10, was davon abhängig ist, ob ihr Angreifer oder Verteidiger seid.
Die Musik ist von durchschnittlicher Qualität - nicht Wagner, aber sie macht, was sie soll. Das gilt auch für die Audioeffekte des taktischen Gefechts.
Der Einzelspielermodus ist dreieinhalb Punkte wert - sehr durchschnittlich, sehr wenige neue Bestandteile, die Strategie gleicht der von Defender of the Crown und das Rollenspiel ist sehr begrenzt. Das Taktische ist nichts fürs Einzel, aber gegen einen Freund in abwechselndem Spiel bekommt es Charakter. Es ist großartig den "Level 35"-Helden eures Freundes zu töten und zu sehen, wie sein Reich auseinanderbricht...
Zusammengenommen gibt das VIER Punkte für Fantasy Empires, das einen durchschnittlichen Einzel- und einen großartigen Mehrspielermodus bietet, wenn ihr genug Zeit dafür habt.
Part of the Dungeons & Dragons games Series