Abbey of Montglane, The



Geschrieben und designt von Art LaFrana und als Shareware 1993 auf den Markt gebracht, ist The Abbey of Montglane, auch einfach als The Abbey bekannt, ein ziemlich hartes Stück Text-Adventure oder Interactive Fiction.

Man spielt einen Gelehrten im 14. Jahrhundert, der vom Papst ausgesandt wurde um die zehn Heiligtümer, welche beim großen Brand der Abtei verloren gegangen sind.

Ein nettes Feature dieses Spiel ist es, sich die Farbe des Textes auszusuchen. Warum man allerdings schwarze Schrift auf schwarzem Hintergrund auswählen sollte, ist mir rätselhaft ...

Als eine Art geistiger Nachfolger zu LaFranas Spiel Hampton Manor gibt es einige wenige Referenzen zu dem Vorgänger und ist darüber hinaus ein würdiger Mittelalter-Thriller. Auch wenn es einige erhebliche Defizite bei der Charakter-Entwicklung hat. So gibt es nur einen NPC der für das Spiel relevant ist und manche Lösungen sind einfach nur bizarr.

Die Geschichte indes, ist sehr zufriedenstellend und gut ausgedacht, allen Fehlern zum Trotz. Es gibt jedoch eine Sache, mit der jeder, der Englischen Sprachen mächtigen zu kämpfen hat (ich habe mir die Haare ausgerissen). Und das ist das Verb "PRY" (Herumschnüffeln/Spähen auf Deutsch. Anm. d. Übersetzers).

Für Amerikaner ist das kein großes Problem. Für den Rest von uns bedeutet das Wort eben nicht "Herumschnüffeln" "schau hinein" sondern "Hebel umlegen" oder "aufbrechen". Benutzt man das Verb mit letzterem Zusammenhang ergibt es durchaus Sinn aber es ist nicht das erste was den Leuten dabei in den Sinn kommt. Oder auch nie. Ich sehe das mal nicht als Spoiler, da das eher ein Fehler im Compiler ist.

Die Beschreibungen im Spiel sind wundervoll gelungen - es liest sich sehr frei von der Hand. Ebenso braucht man ein gutes Erinnerungsvermögen, da die mehr komplexeren Probleme (besonders gegen Ende) es voraussetzen, dass man nicht nur Logik und richtige Kombinationen benutzt, sondern auch, dass man sich die Beschreibungen der Szenen sehr genau anschaut. Ein paar Mal war ich gezwungen eine Komplettlösung heranzuziehen, weil ich nicht weiter kam. Abgesehen vom "aufbrechen" ...

Wie bei jedem Text-Aventure empfiehlt es sich, während des Spielens Karten von den Gebieten die man erforscht mitzuzeichnen und weiterhin viele Notizen zu machen auf die man später zurückgreifen kann.

Das Spiel bricht mit der Genre-typischen Konvention des Punktezählens - es gibt keinen zu erreichenden Highscore. Dafür gibt es sogenannte Ränge die man erreichen kann. Man kann sich eine Übersicht herunterladen, die neben den üblichen Spieleinfos auch dieses Rang-System gut herausarbeitet. Ich empfehle dieses Dokument zu lesen bevor man sich ins Abenteuer stürzt.

Man sollte immer mal wieder das Kommando HELP benutzen um zu schauen welche Verben man benutzen kann und auch sollte. Irgendwann wird es zu einem Ratespiel welches Verb man als nächstes gebrauchen könnte, was ein bisschen enttäuschend ist.

Lasst Euch davon aber nicht abschrecken. Das Spiel ist nach wie vor sehr gut geschrieben und auch wenn es teilweise unhandlich zu bedienen ist, versteht es durch die unheimliche und spannende Atmosphäre zu faszinieren. Auch die Rätsel werden mit fortschreitendem Spiel besser und komplexer. Seid dennoch darauf vorbereitet zu sterben, wenn Ihr den einzigen NPC das erste Mal antrefft.

Es ist wirklich eines der einzigartigsten und auch frustrierenden Text-Adventures, das ich jemals gespielt habe. Bisher habe ich es noch nicht ganz durchgespielt. Aber ich will es zu Ende bringen! Und darauf kommt es doch an, nicht wahr?

Im Großen und Ganzen möchte ich diesem Spiel ein höhere Wertung geben, da die Geschichte wirklich sehr gut und elegant geschrieben ist. Aber die Spielmechanik, die fehlenden NPCs und die Bedienung ziehen die Wertung wieder herunter.

Wenn man damit leben kann, empfehle ich dieses Spiel gern jedem Fan von Text-Adventures oder jedem, der Spaß hatte mit der Der Name der Rose, Der DaVinci Code oder jedes Buch von H.P. Lovecraft oder Aleister Crowley.

Was das Spiel in der Vorstellungskraft hinzaubert ist wirklich fantastisch. Die Rätsel sind angemessen schwierig (manchmal vielleicht zu schwierig) und die Geschichte, wie schon gesagt großartig. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie diese sich in einen Thriller entwickelt, in dem man immer mehr wissen will und jedes Fünkchen Information und alle kleinen Offenbarungen immer mehr den eigenen Verdacht aufbrechen.

Und das ist, meiner Meinung nach sehr zufriedenstellend.

 

Das Spiel läuft super in DOSBox auf jedem System und auch direkt unter Windwos. Ich habe die UNIX-Dateien mal mit hochgeladen, falls jemand Lust und Zeit hat diese in ein universelles Format zu konvertieren. Ich glaube aber sie sind beschädigt, so gibt es leider kein Hintbook sondern nur die Komplettlösung.

Ich denke das Spiel verdient ein Remake mit einer besseren Engine wie z.B. die Deep Space Drifter's TADS (Text Adventure Design System), die Ihr hier finden könnt: http://www.tads.org. Auf jeden Fall einen Blick wert.


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User Reviews

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genre:
Adventure
Theme:
Fantasy, Geheimnisvoll,
perspective:
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